Wichtige Fragen, wenn man sich hin und wieder auf Berge begibt. Nicht immer findet man einen Aussichtsturm mit Erklärungstafeln wo man das gesehene Einordnen kann. Manchmal ist es auch schwierig, nachzuvollziehen, warum man die Alpen bei schönstem Wetter eben nicht so sehen kann, wie man es vielleicht erwartet.
Dank der mittlerweile allseits verfügbaren Geodaten und Satellitenbildern kann man ja schon einiges per Internet in Erfahrung bringen.
Was aber bis jetzt Programmen wie Google Earth noch fehlte war die Bestimmung, welche Punkte in meinem Sichtbereich liegen, oder wie Gipfel die am Horizont zu sehen sind heißen, indem man mit der Maus draufklickt.
Zum Glück gibt es dazu http://www.heywhatsthat.com/
Leider muss man sich in die Bedienung etwas einarbeiten, aber wenn man das Prinzip begriffen hat, bekommt man wertvolle Infos geliefert. Wichtig: Beim Klicken in Karten ist ein Fehler enthalten und der Cursor springt nicht immer zu dem erwarteten Punkt, dies hängt mit Rechenfehlern zusammen die minimiert werden können, wenn man teilweise auf das englische anstatt das metrische Maß umstellt.
Als Beispiel dient der Volkmarsberg: http://de.wikipedia.org/wiki/Volkmarsberg. Er ist 743m hoch und hat einen Aussichtsturm den Volkmarsbergturm, er befindet sich bei Breitengrad 48.7925° N und Längengrad 10.08667° E.
Die Grafik welche die Webseite erzeugt, zeigt das Panorama:
Leider wird die Zugspitze nicht von der Software als höchster Punkt erkannt, sondern statt dessen die Mädelegabel und der Zitterklapfen ausgegeben:
| 33° | Grünenberg | 8 km | 0m |
| 35° | Tonenberg | 10 km | 0m |
| 173° | Mädelegabel | 167 km | 2645m |
| 181° | Zitterklapfen | 170 km | 0m |
| 261° | Hochberg | 10 km | 0m |
| 262° | Mittelberg | 9 km | 0m |
Die verschiedenen Farben der Berge repräsentieren auch noch die Entfernung. Grün liegt nahe und Pink liegt in der Ferne. Übrigens, wenn man in das Panorama reinklickt, wird immer ein Balken sichtbar und der aktuelle Punkt wird in einem zusätzlichen Bereich in GoogleMaps dargestellt!
Per “Show profile” kann noch ein Erdprofil eingeblendet werden, wenn man sich dieses anschaut erklärt sich sehr schnell, warum die Alpen nur so klein am Rande zu sehen sind und warum manche Erhebung mit 1000m Höhe – obwohl höher als der Volkmarsberg – nicht zu sehen ist.
Über den Punkt “Visibility Cloak” kann man sich dann noch in GoogleMaps darstellen lassen, welche Bereich von diesem Punkt aus auf der Karte sichtbar sind, dazu werden die sichtbaren Bereich rötlich eingefärbt.
Noch ein Punkt der interessant ist, man kann die Sicht auch in Google Earth exportieren, dort wird dann der Sichtbereich nochmal per Linien eingezeichnet.
Wenn man jetzt mal 5-10 Jahre weiterdenkt, dann hat man in Zukunft sein Handy parat, seine Position kennt man ja schon, schaltet die Handykamera ein und bekommt mit den Daten von heywhatsthat.com im Display eine Erklärung eingeblendet für jedes sichtbare Detail in der Landschaft auf das man sein Handy richtet. Wow!
2. Januar 2011 um 17:32 |
[...] Ich hatte früher schon mal von einer Software berichtet, welche es erlaubt die Namen von Gipfeln zu ermitteln. http://derwegistdasziel.wordpress.com/2009/04/10/wie-heit-der-gipfel-oder-welche-sicht-hab-ich-von-w… [...]